Der Betonfertiger bei der Arbeit
Informationen zur Baustelle Landebahn Nordwest

Die Bauarbeiten für die neue Landebahn Nordwest laufen seit Monaten auf Hochtouren und liegen im straff organisierten Zeitplan. Mit dem Einbau der Betondecke wird das komplexe Gefüge sichtbar immer mehr zu einer Landebahn. Auch die Arbeiten am Straßentunnel gehen in die heiße Phase.

Auf einer Länge von 1.200 Metern, einer Breite von 45 Metern und mit einer Stärke von 36 Zentimetern hat die Fraport AG den Untergrund der neuen Bahn aufbringen lassen. Der erste Abschnitt der Betonierung ist abgeschlossen. Außerdem werden in den nächsten Monaten die Roll- und Verbindungswege der Landebahn Nordwest betoniert.  Zum Winterflugplan 2011/12 soll die Landebahn Nordwest in Betrieb genommen werden.

Mit der Fertigstellung des letzten Betonabschnitts sind die oberirdischen Arbeiten für den Tunnel zur Verlegung der Okrifteler Straße erledigt. Derzeit läuft die technische Ausstattung des Tunnels. Unter anderem werden Videokameras die Strecke lückenlos überwachen und ein Geh- sowie Radweg zum festen Bestandteil gehören. Im November 2010 soll das Bauwerk für den Verkehr freigegeben werden.

Gearbeitet wird auch an der Realisierung erster Bauabschnitte von Vorfeldflächen für das neue Terminal 3.

Um  im Jahr 2020 zukünftig 3,2 Millionen Tonnen Fracht umschlagen zu können, wird auch die Cargo City Süd erweitert. Innerhalb 2012/2013 sollen die ersten neuen Gebäude stehen.  Die Tief – Asphaltierarbeiten für den Bereich Tor 31 im Süden des Flughafens sind abgeschlossen. Auch die vollständige Infrastruktur  im Betriebsbereich Tor 31 ist fertiggestellt.

 

Rückblick

Seit dem 7. Juni 2010 wird der Beton für die Landebahn Nordwest gegossen.

In der Nacht zum 8. Mai 2010 wurde das erste von mehr als 400 Brückenteilen für die zukünftigen Rollbrücken über die Autobahn 3 und ICE-Trasse auf die Brückenträger aufgelegt.

Damit die Landebahn Nordwest in Betrieb gehen kann, sind zahlreiche Anpassungen am bestehenden System notwendig. Dazu gehört auch der Bau zahlreicher Rollwege, die weitere Auf- und Abrollmöglichkeiten zur heutigen Start- und Landebahn Nord ermöglichen. Seit 4. Mai 2010 sind die Rollwege E und E1 im Nordosten des Flughafens, die sogenannten E-Rollwege, freigegeben.

Seit Dezember 2009 wurden die Betonträger per Bahn in die CargoCity Süd gebracht und zwischengelagert. Von dort wurden sie nachts zu den zukünftigen Rollbrücken transportiert.

Im Mai 2009 wurde mit dem Bau von Speicherbecken und Regenrückhaltebecken für die Entwässerung der neuen Landebahn begonnen.

Im April 2009 haben der Neubau der Flugtreibstoffpipeline im Bereich der Landebahn Nordwest und die Neugestaltung von Flächen für die Enteisung von Flugzeugen begonnen.

Im März 2009 wurden vor allem bauvorbereitende Maßnahmen wie die zentrale Baustelleneinrichtung und –infrastruktur sowie das Aufstellen von Containern und das Herstellen von Baustellenwegen durchgeführt.

Bis Ende Februar 2009 wurde die Rodung von knapp 145 Hektar Wald abgeschlossen. Seit dem 1. September 2009, mit Beendung der Brut- und Aufzuchtperiode, wurden die restlichen 72 Hektar gefällt.