Am 20. Januar 2009 haben die Arbeiten zum Bau der neuen Landebahn Nordwest begonnen. Die Bauarbeiten sind seitdem in vollem Gange.
Mit der Inbetriebnahme der Landebahn werden am Flughafen Frankfurt bis zu 126 Flugbewegungen pro Stunde möglich sein. Die Zahl der Flugbewegungen kann auf mehr als 700.000 ansteigen - damit wird die Kapazität des Flughafens Frankfurt den für 2020 prognostizierten knapp 90 Millionen Passagieren gerecht.
Ziel dieser Kapazitätssteigerung ist eine wesentliche Erweiterung des Angebotes an Slots (Zeitfenster für Starts und Landungen). Dies betrifft insbesondere auch die verkehrsreichen Spitzenzeiten der Luftverkehrs-Drehscheibe FRA, die aufgrund schneller Umsteigemöglichkeiten besonders begehrt sind. Zudem wird mit der neuen Landebahn die Grundlage für Wirtschaftswachstum und eine deutliche Zunahme der Beschäftigten am Flughafen wie in der Region gelegt.
Die neue Landebahn Nordwest bietet die bestmögliche Relation von Aufwand und Nutzen sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht. Aus diesem Grund hatten wir uns bereits im Rahmen der Mediation für diese Lösung ausgesprochen.
Basisdaten
Die neue Landebahn hat eine Länge von 2.800 m. Der Achsenabstand zur heutigen Nordbahn wird ca. 1.400 m betragen. Dadurch wird es - im Gegensatz zum bestehenden Parallelbahnsystem mit seinen engen Abständen - möglich sein, unabhängige parallele Anflüge auf der Landebahn Nordwest und auf der Südbahn durchzuführen.
Ausstattung
Seitlich zur neuen Landebahn ist im Abstand von 200 m eine Parallelrollbahn vorgesehen. Landebahn und Parallelrollbahn werden durch sechs Schnellabrollwege und je einen Abrollweg am östlichen und westlichen Ende der Landebahn miteinander verbunden.
Zwei Rollwege über die ICE-Trasse, die Autobahn A 3 und den Airport-Ring stellen den Anschluss an die bestehenden Flugbetriebsflächen des Flughafens her. Auf der Landebahn wird Allwetterflugbetrieb möglich sein, so dass Anflüge nach der ILS-Kategorie IIIb durchgeführt werden können.
Lage
Als Standort der neuen Bahn ist ein Teil des Geländes des Kelsterbacher Waldes (Mönchwald) vorgesehen.
Fazit
Das angestrebte Kapazitätsziel von 126 koordinierten Flugbewegungen / Stunde wird bei dieser Variante erreicht. Der Flächenbedarf des Landebahnbereiches Nordwest einschließlich der Verbindungsrollbahnen zum Vorfeld beträgt ca. 217 Hektar. Der Waldverbrauch beträgt ca. 162 Hektar Bannwald.
Die neue Landebahn bietet die bestmögliche Relation von Aufwand und Nutzen sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht.